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Das System

Holz statt Plastik

Die deutlichen Vorteile einer Slotbahn auf Basis von MdF-Modulen liegen grundsätzlich in der härteren Oberfläche, das bei entsprechend optimierten Komponenten einen hervorragenden Grip ermöglichen, so das Fahrzeuge sehr präzise (auch ohne Magnet, oder gerade wegen fehlender Magnetwirkung) gesteuert werden können.

Ein Tuning der Fahrzeuge wird hier nochmal besonders belohnt, allerdings kaschiert hier keine Plastikschiene die Fehler bei den Fahrzeugen, wie unwichtige Achsen oder Felgen und/oder Reifen.

Nicht zu große einzelne steckbare Module ermöglichen saisonales Nutzen durch einfaches auf und Abbauen. Massive Steckelemente verbinden die einzelnen Elemente bündig, so dass keine Übergänge spür oder hörbar sind. Eine Grundstabilität wird dann zusätzlich durch seitlich fixierende Klammern gegeben.

Als Stromleiter auf der Fahrbahnoberfläche habne wir bewußt Kupferfolie statt Litze verwendet. Der Verschleiß und die geringe Reibung sprechen da für sich. Eine zusätzliche Stromführung wird unter der Fahrbahn geführt, so sind Spannungsabfälle deutlich reduziert und zusätzliche Einspeisung sind erst bei größeren Streckenlängen erforderlich.

Durch unterschiedliche entsprechende Streckenelemente  sind besonders dynamische Fahrpassagen planbar. Unterschiedliche Kurvenradien und Sonderpassagen gestalten die Strecke besonders abwechslungsreich in den Kurven-Passagen.

Analog und digital

Durch den Einbau von ACD Weichen als Sonderanfertigung aus dem Hause Yatronic ist das System sowohl analog als auch digital von Carrera digital bis ACD dicon installierbar.

 

Tuning

Besonders auf der Holzbahn tragen Tuningmaßnahmen und die Verwendung von Tuningteilen deutlich zur Verbesserung der Fahreigenschaften bei. Hier werden Optimierungen für mittlere und größere Strecken auf Holzbahnen im Maßstab 1:32 besprochen.

Je nach Fahrzeugwahl ist die Liste der Optimierungen natürlich unterschiedlich lang. Würde man bei Güteklassen ansetzen, so wären Klasse A Fahrzeuge renntauglich Out of the Box, Klasse B Fahrzeuge mit deutlichen Modifikationen, Klasse C Fahrzeuge zum Komplettumbau zu nennen.
Natürlich alles mit fließenden Grenzen, gegebenenfalls gemäß Reglement.
An Beispielen von Rennserien und Modellen werden entsprechende Aktionen beschrieben.

Reifen

wie bei den Großen auch im kleineren Maßstab immer ein heisses Thema

Reifen werden aus verschiedenen Materialien angeboten. Wieder in Mode gekommen , auch im 1:32er Sektor sind Reifen aus sogenanntem Moosgummi. Hier werden z.B. von Scaleauto bereit vormontierte Reifen auf Felgen zu günstigen Preisen angeboten. Standardbereifung ist bei den Modellen aus der Schachtel heraus fast ausschließlich aus Gummi. Hier finden sich dann die unterschiedlichsten Qualitätsstufen und Weichheitsgrade. Silikonreifen, die gelegentlich ins Spiel kommen haben den Nachteil einen Belag auf der Bahn zu hinterlassen, der anderen Reifentypen den Gripp unmöglich macht.
Aus dem 1:24er Bereich übernommen hat man u.A. wegen des hohen Gripps Reifen aus Polyurethan. Bahnen, die mit diesen Reifen befahren wurden sind vom Material sozusagen “blankgeputzt worden, so dass Gummireifen erst wieder ihren eigenen Film aufbauen müssen.

Motoren

Motoren ist natürlich ein Thema für sich. Letztlich entscheidend für den Ausgang eines jeden Rennens.

Im 1:32er Sektor haben sich in erster Linie zwei Motorenarten als Rennmotoren durchgesetzt.
Die Boxerbauform als größere der beiden verfügt über einen relativ größeren Drehmoment und wird als Inliner oder Anglewinder eingesetzt.
Als Sidewinder prädestiniert ist der kleine FC130-Mabuchi-Motor.
Während Ninco fast ausschließlich auf die Boxerbauweise setzt, findet man bei den anderen Herstellern in erster Linie die kleinen Mabuchis, die wegen ihrer Bauform auch erweiterte Interieur-Gestaltung zulassen. In manchen Modellen von Fly z.B. werden die Motoren mit einer kleinen Kardanwelle als Frontliner konzipiert.
In letzter Zeit finden allerdings häufiger statt der voluminösen Boxermotoren flacher bauende “Flat-Motoren Einzug.

Achsen

Mittlerweile hat sich das Maß für die Achse bei 1:32ern bei 2,38 mm als Standard durchgesetzt.

Leider variieren diese Maße bei den ursprunglichen ProRace Artikeln von Ninco. Fly wählt bei seinen Racingkomponeneten auch andere Maße. Achslager bei Spirit sind gar 0,02 mm weiter, also 2,40 mm. Von Kompatibilität untereinander also keine Spur. Ninco hat mit einer neuen Tuningreihe allerdings mittlerweile reagiert und eine Sortiment mit 2,38er Teilen eingeführt eingeführt. NSR mit seinen Achsmaßen eher bei 2,36 mm.

Schleifer

Da die Schleifer der Kontakt zum nötigen Strom darstellen, ist dieses Verschleißteil sicherlich detailiert zu betrachten.

Wieder einmal gilt es die Vorraussetzungen zu definieren um danach in eine nähere Auswahl zu kommen.
Bei der Kunststoffschiene ist über die eingelassene Leiterbahn mit kantigen Übergängen eine andere Belastung als bei Kupferband und Litze bei der Holzbahn.

Antiquitäten

Es gibt ja erfreulicherweise nicht nur die aktuellen Modelle und Rennserien, Slotracing hat auch eine lange Geschichte. Die Anfänge gehen in die 1950er Jahre zurück . In den 60er und 70er Jahren gab es einen Boom , der mit heutigen Standarts zwar nicht zu vergleichen aber dennoch extrem interessant ist.

Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Qualität und Detaillierung der Autos in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Um dies ein wenig zu dokumentieren, stelle ich hier nach und nach ein paar “Antiquitäten” vor, die in den letzten Jahren gefunden habe. Wenn ich alte Slotcars sehe, juckt es jedes mal mächtig in den Fingern. Da sie in der Regel nur was zum ansehen und nicht zum fahren sind, bin ich nur begrenzt bereit, dafür Geld auszugeben. Der engagierte Sammler bin ich also nicht, aber es sind schon ein paar nette Sachen zusammen gekommen. Die stelle ich hier vor.

Meine eigene Slotracing Geschichte beginnt ca 1969 mit einer Märklin Sprint Bahn. 1979 habe ich alles bis dahin angesammelte Material zugunsten eines Autos im Massstab 1:1 verkauft. 1997 begann dann alles wieder mit einer Starterpackung von Scalextric und einem 356er Porsche von Ninco, den meine Frau mir zum Geburtstag geschenkt hat.

Wenn jemand interessante Autos hat, die wir hier vorstellen können, freuen wir uns über Fotomaterial.

Ich habe die Bilder in Gruppen sortiert, angefangen habe ich mit den alten Scalextric modelen, die kein Chassis hatten , sondern in die Karosserie eingeclipste Motoren und Achsen. Es gibt auch noch ältere Modelle , aber davon habe ich derzeit keine.

Der Rest ergibt sich aus den Beschreibungen, die in nächster Zeit noch präzisiert werden.

viele Grüße

Ralph